Holzhacker- und Flößerverein 1865 Lenggries e.V.
Holzhacker- und Flößerverein 1865 Lenggries e.V.

Herzlich willkommen!

Heimatpreis Oberbayern: Tradition erhalten Sieben Institutionen und Vereine sind in Weilheim von Heimatminister Albert Füracker mit dem „Heimatpreis Oberbayern“ ausgezeichnet worden. Zu den Geehrten zählen das Bauernhofmuseum Jexhof, Burschenverein Putzbrunn e. V., Fingerhakler Gau Auerberg e. V., Holzhacker- und Flößerverein 1865 Lenggries e. V., St. Georgs-Verein Traunstein e. V., Verein der Werdenfelser Bergschafzüchter und die Weilheimer Goaßlschnalzer. Auf sehr anschauliche Weise demonstriert das Bauernhofmuseum Jexhof die Lebenssituation der Landbevölkerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Neben den dauerhaft zugänglichen Gebäuden und Räumlichkeiten des Hofes werden Sonderausstellungen zu regionalen Themen durchgeführt. In regelmäßigen Abständen werden Aktionstage veranstaltet, die das Leben vor etwa 100 Jahren demonstrieren. Die Besucher können an solchen Tagen zum Beispiel Wäsche ohne Waschmaschine und elektrischen Strom mit feuerbeheiztem Waschkessel, Waschbrett und Kernseife selber waschen, mangeln, trocknen und mit alten Bügeleisen bügeln. Burschenverein Putzbrunn Sein 125-jähriges Jubiläum feiert heuer der im Jahr 1893 gegründete Burschenverein Putzbrunn. Seit jeher organisiert er dort zahlreiche Feierlichkeiten, wie das alle fünf Jahre stattfindende Maibaumaufstellen. Die Putzbrunner Burschen nehmen auch an der Leonhardifahrt in Siegertsbrunn mit Festwagen teil und veranstalten Nachthemdenbälle. Der Burschenverein ist ein wichtiger Anker der dörflichen Gemeinschaft. Fester Bestandteil der traditionsverbundenen bayerischen Lebenskultur ist das Fingerhakeln. Heute ist er ein Nischensport mit festen Trainingseinheiten, um in bayerischen, deutschen und alpenländischen Meisterschaften zu bestehen. Der Fingerhakler Gau Auerberg e. V. ist einer der erfolgreichsten Vereine Deutschlands. Er trägt dazu bei, das traditionsreiche Fingerhakeln als bayerische Tradition zu erhalten. Flößerei und Warentransport auf Isar und Loisach wurden erst durch Waldarbeiter ermöglicht,
stein bei. Dieser wurde erstmals 1762 urkundlich erwähnt. Der Traunsteiner Georgi Ritt zählt zu den schönsten Umritten Altbayerns. Bereits 1923 wurde zur dauerhaften Sicherung des Bestands der regionalen Schafrassen der Zuchtverein für Bergschafe im Werdenfelser Land gegründet. Die Werdenfelser Bergschafe haben im Zugspitzland eine besonders lange Tradition. Sie werden vom Zuchtverein bei der Schafprämierung im Garmischer Zentrum regelmäßig zur Schau gestellt. Als Gruppe des Heimat- und Trachtenvereins Weilheim e. V. seit 2003 aktiv sind die Weilheimer Goaßlschnalzer. Das laute und schnelle Knallen zur Musik mit der Peitsche ist heute fester Bestandteil bei Heimatfesten. Neben Brauchtumspflege finden aber auch Wettbewerbe statt. So wurde im Juni 2018 die 29. Bayerische Meisterschaft im Gruppengoaßlschnalzen durch die Weilheimer Goaßlschnalzer ausgerichtet. DK
Albert Füracker. r die das Holz aus den Bergen ins Tal verbrachten, und Flößer, die dafür sorgten, dass das Holz dort ankam, wo es auch benötigt wurde. Der Holzhacker- und Flößerverein 1865 Lenggries e. V. vereint diese beiden Handwerksberufe und zählt heute zu den tragenden Säulen der Brauchtumspflege in der Gemeinde Lenggries. 

 

AUSZEICHNUNG FÜR LENGGRIESER VEREIN 

Heimatpreis für Holzhacker und Flößer

VON ALFRED SCHUBERT

Mit dem Heimatpreis ehre Minister Albert Füracker (3. v. re.) den Holzhacker- und Flößerverein Lenggries. Vorsitzender Sepp Wiedemann (5. v. re.) nahm die Auszeichnung zusammen mit einer Delegation des Vereins in Empfang. Foto: Ruder

Vertreter von sieben Vereinen aus Oberbayern waren am Donnerstagabend in die Weilheimer Stadthalle gekommen, um den „Heimatpreis Oberbayern“ von Finanz- und Heimatminister Albert Füracker in Empfang zu nehmen. Sie wurden für ihre Leistung in der Traditionspflege geehrt.

Weilheim/Lenggries – „Der Preis ist eine Riesen-Ehre – das freut uns ganz brutal“, sagte Sepp Wiedemann. Er ist der Vorsitzende des Holzhacker- und Flößervereins Lenggries, der in Weilheim ausgezeichnet wurde.

Den „Heimatpreis Oberbayern“ erhielten außerdem das Bauernhofmuseum Jexhof, der Burschenverein Putzbrunn, der Fingerhakler-Gau Auerberg, der St.-Georgs-Verein Traunstein, der Verein der Werdenfelser Bergschafzüchter und die Weilheimer Goaßlschnalzer.

Dem Festakt mit der Preisverleihung ging eine Podiumsdiskussion voraus, die Heimatminister Füracker selbst moderierte. Seine Kollegin, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, der ehemalige Skirennläufer Markus Wasmeier, der in Schliersee ein Freilichtmuseum aufgebaut hat, und der Filmemacher Max Schmidt machten sich dabei Gedanken zum Heimatbegriff. „Schmidt Max IV“, wie sich der Heimatfilmer nennt, dessen gleichnamiger Urgroßvater schon einen Stand am Viktualienmarkt in München hatte, sieht sich als Urbayer. Er schätzt die Tradition und macht deshalb „den neuen Heimatfilm“. Für ihn ist auch der Dialekt wichtig, den man am besten als Kind lerne: „Eine Kindergärtnerin, die Bairisch spricht, ist wie ein Sechser im Lotto.“

Wasmeier, der in seiner Skiläuferzeit viel rumgekommen ist, fällt auf, das man in Australien und in Amerika „nicht von Deutschland, sondern von Bayern spricht“. Bayern scheint eher Heimat zu sein als Deutschland. Auch Wasmeier wünscht sich mehr Dialekt, vor allem im Radio. „In Tirol und in der Schweiz ist das besser“, stellt der Weitgereiste fest, der zur kulturellen Identität meint, dass man auch die Flüchtlinge nicht vergessen sollte: „Die gehören auch dazu.“ Wasmeier empfiehlt den bairischen Dialekt auch für internationale Geschäftskorrespondenz. Wenn man E-Mails so schreibe, wie man Bairisch spreche, dann hätten chinesische Programme zur Spracherkennung große Schwierigkeiten, witzelte Wasmeier zum Thema Überwachung und Industriespionage.

Für den Erhalt des Dialekts sprach sich auch Füracker aus. Der Oberpfälzer, Jahrgang 68, bedauert es, dass er „in der Schule umerzogen“ wurde. Ministerin Kaniber, deren Eltern als Gastarbeiter nach Bayern gekommen sind, ist mehrsprachig aufgewachsen. Sie spricht Bairisch, Hochdeutsch und Kroatisch. An Bayern schätzt sie nicht nur die Sprache, sondern auch die Kleidung: „In einem Dirndl ist man immer gut eingepackt.“

In seiner Laudatio sagte Füracker, der 1865 gegründete Holzhacker- und Flößerverein Lenggries pflege die Tradition des ältesten Transportgewerbes der Welt, das heute den Status des erhaltenswerten Kulturerbes habe. Flöße waren die ersten Transportmittel, mit denen große und schwere Lasten, vor allem Holz, transportiert werden konnten. Füracker würdigte in seiner Laudatio die Leistung des Vereins in der Traditionspflege. Hier stolperte der aus der Oberpfalz stammende Heimatminister einmal kurz in seinem Vortrag, als er Lenggries nach Miesbach verlegte – korrigierte sich aber schnell.

 

 

 

Flößerfilm ein „nachhaltiges Werk“

 

Ein größeres Lob hätte sich das Produktionsteam nicht wünschen können. „Des habt‘s sauguat gmacht“, schwärmt Floßmeister Michael Angermeier über den Film „Fahr ma obi am Wasser“. Jetzt gibt es die Dokumentation auf DVD.

Bad Tölz – Mitwirkende und Musik, Geschichten und Gstanzl – die offizielle DVD-Präsentation im Tölzer „Binderbräu“ war eine rundum gelungene Veranstaltung. Für Hausherr Andreas Binder war es eine „Herzensangelegenheit“, die Produktion als Hauptsponsor zu unterstützen. Er hätte sich allerdings noch mehr Tölzer Engagement gewünscht, sagte er bei der Begrüßung der Gäste am Samstagabend. Filmemacher Walter Steffen ist als Produzent und Regisseur – nach anfänglichen Zweifeln – längst davon überzeugt, dass ihm und seinem Team mit „Fahr ma obi am Wasser“ ein „nachhaltiges Werk“ gelungen ist. Der Film werde auch noch folgenden Generationen etwas von der spannenden Geschichte der Flößerei erzählen, sagte Steffen bei der Vorstellung.

Die DVD soll bald nicht nur in vielen Wohnzimmern abgespielt werden, sondern auch in den örtlichen Schulen. Das wünscht sich jedenfalls die Wolfratshauser Flößerstraßen-Vorsitzende Gabriele Rüth ebenso wie ihr Stellvertreter Hermann Paetzmann. Er stellte zusammen mit der Erzählerin Sabrina Schwenger in einer kurzweiligen Einführung die Geschichte der Flößerei im Schnelldurchgang vor.

Was es mit dem archaischen Handwerk der Flößerei und dem ältesten Transportmittel der Welt auf sich hat, das erzählt der eineinhalbstündige Dokumentarfilm laut Michael Angermeier „in wunderschönen Bildern“. Er ist hellauf begeistert von der Produktion. „Der Zeitpunkt ist genial gewählt“, sagte er bei der DVD-Vorstellung. „Früher waren wir nur die Gaudiflößer“, so der Arzbacher. Inzwischen habe sich das Bewusstsein geändert. „Die Leute haben plötzlich Interesse für unsere Arbeit – dabei machen wir nichts anderes als das, was unsere Väter und Großväter schon getan haben.“ Das Wissen um das alte Handwerk sei nirgends mehr so präsent wie auf der Isar. Und ganz unverhofft werde man inzwischen als Immaterielles Kulturerbe eingestuft. „Ich glaube, wenn ich noch 20 Jahre weitermache, dann werde ich sogar heiliggesprochen“, so Angermeier in seiner humorvollen Art.

 

Der Floßmeister schlug aber auch ernste Töne an. Die zunehmende Wertschätzung der Flößerei hat sich seiner Meinung nach bislang nur nicht bei den Naturschützern herumgesprochen, grantelte er. „Die stecken uns immer noch in die gleiche Schublade mit den Schlauchbootfahrern.“ Das ärgere ihn.

Den Kinofilm „Fahr ma obi am Wasser“ haben inzwischen weit über 10 000 Zuschauer gesehen. Das ist sensationell, so Walter Steffen. Die DVD wartet mit noch unveröffentlichtem Material auf. Zum Beispiel mit dem Gedicht, das Theodor Brannekämper vor 70 Jahren als damals achtjähriger Bub in Lenggries aufgesagt hat. Er durfte an der Isar die Flöße verabschieden, die das Holz zum Wiederaufbau des Dachstuhls von St. Peter nach München brachten. Dass er später als Dombaumeister auch den Wiederaufbau des Münchner Liebfrauendoms leiten sollte, hätte er sich damals nicht träumen lassen.

Die DVD von „Fahr ma obi am Wasser“ ist im Handel erhältlich oder direkt über www.isarfloesser-film.de.

 

Jahreshauptversammlung am 30.9.2017

Mederle ist nach 26 Jahren nicht mehr im Amt.

 

Die neue Vorstsandschaft :

1.Vorstand Wiedemann Sepp

2.Vorstand Grasmüller Hans

Kassier Schöttl Georg

Schriftführer Lentile Markus

Fähnrich Holzhacker Hohenreiter Andal

Fähnrich Flößer Willibald Sepp

Kassenprüfer Willibald Klaus und Wiedemann Jakob jun.

 

Die Web-Site von der Internationalen Flößervereinigung wurde neu gestaltet !

www.raftsmen.org

 

Ausserdem:

 

 

Lenggries – Der Fortbestand des Holzhacker- und Flößervereins Lenggries ist gesichert. In einer internen Vorstandssitzung verständigte sich die Vereinsspitze auf die Neubesetzung der Ämter.

Demnach soll nun Josef Wiedemann („Bohmer“) von Mathias Mederle (66) das Amt des Vorsitzenden übernehmen. Mederle hatte beim Jahrtag vor vier Wochen eine Wiederwahl abgelehnt (wir haben berichtet). Er will nun kommissarisch den Verein bis zur Hauptversammlung im Herbst kommenden Jahres führen. „Da wird dann die ganze Mannschaft neu gewählt“, sagte Mederle auf Nachfrage. Bei der internen Zusammenkunft habe man sich – vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder – auf folgende Ämterverteilung geeinigt: Vorsitzender Josef Wiedemann und Stellvertreter Josef Willibald („Seilä“). Schriftführer soll Peter Oettl bleiben, die Kasse führt auch künftig Georg Schöttl. Wiedemann und Willibald, die bisher Fahnenjunker waren, wollen sich in den Reihen des Vereins nach Nachfolgern umsehen. Von einer ursprünglich ins Auge gefassten außerordentlichen Versammlung in diesem Herbst habe man Abstand genommen.
Mederle leitet den Traditionsverein seit 24 Jahren. Unter seiner Federführung wurde heuer das Internationale Flößertreffen durchgeführt und im vergangenen Jahr das Fest zum 150-jährigen Bestehen des Vereins. „Ich habe die Arbeit immer gerne gemacht, aber irgendwann ist Schluss“, hatte Mederle bereits vor dem Jahrtag angekündigt. Jetzt sei es an der Zeit, dass andere Mitglieder das Ruder übernehmen und „frischen Wind in den Verein bringen“. Sein designierter Nachfolger Josef Wiedemann und Josef Willibald als sein Stellvertreter seien seit Jahren in die Vorstandsarbeit eingebunden: „Die kennen sich gut aus.“  

 

Alois Ostler

E-Mail:alois.ostler@toelzer-kurier.de

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu können. 

 

 

 

Flößerlied

 

Nur noch einmal in meinem Leben

meine Heimat möcht' ich sehn,

nur noch einmal am heit'ren Ufer

auf der Isarbruck'n möcht' ich stehn.

 

Da kommen Flößer, gar lustige Leut

man hört sie jodeln schon von weitem

 

Jodler:              ....d'Lenggrieser san do

 

Seht was dort für Leute wohnen

oh wie herrlich, o wie guat,

auf der Stirne kannst du's lesen,

was das Herz sich denken tuat.

 

Ein Lenggrieser ist's gewesen

auf seinem Grabstein kannst du's lesen.

 

Jodler:              ....heut' schlafst bei mir

 

Wir sind geschieden von einander,

denn es kann nicht anders sein.

Zu meinem Schatz, da möcht' ich wandern,

bei meinem Schatz da möcht'ich sein.

 

Wir singen Lieder, hin und wieder

bis die Posaun' erschallt zum letzten mal.

 

Jodler:              ....Schatz leb wohl

 

Art Ort Link
Deutsche Flößereivereinigung   www.floesserei-vereinigung.de
Internationale Flößervereinigung   www.raftsmen.org
Routenplaner Lenggries www.google.de/maps/place/Lenggries
Tourismus Lenggries www.lenggries.de
Wetter Lenggries www.wetter.de
Floßfahrten

Lenggries

www.isarflossfahrten.de
     
     
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